Fragen rund um den Hund

 

 

 

Ich werde immer wieder mal um Rat und Hilfe gebeten.

 

Hier möchte ich mit der Zeit einige Fragen zusammenfassen, da ich der Meinung bin, die Antworten sind für alle Hundebesitzer wissenswert.

Grannen, Gefahr für Hunde und Katzen


Aus gegebenem Anlass, weil es heute Amy erwischt hat, möchte ich wie jedes Jahr um diese Zeit vor der Gefahr warnen, sich Grannen "einzufangen". Die langen Aehren oder Aehrenteile, aber auch wild wachsende Getreidekeime können bei Berührung sehr leicht abbrechen und sich am Fell stöbernder Hunde und Katzen anheften.

 

Dabei geraten die Grannen nicht selten in die Pfoten, Augen und Ohren, manchmal auch beim Schnüffeln in die Nase.

 

Feine Widerhaken verhindern ein Abschütteln und lenken die stacheligen Grannenspitzen wie kleine Pfeile, tiefer ins Fell, von wo sie schließlich weiter ins Gewebe wandern können. Deshalb sollten Hunde- und Katzenbesitzer jetzt besonders aufmerksam sein, wenn ihr Tier sich plötzlich ausdauernd die Pfote leckt oder humpelt, ein Auge zukneift, den Kopf schüttelt oder andauernd niest.

 

Unwissenheit verschlimmert oft den Zustand noch. 

 

An den Pfoten bohren sie sich nicht selten in die Haut zwischen den Zehen und haben dort die Tendenz, unter der Haut nach oben zu wandern. Deshalb wenn möglich bitte täglich die Pfoten kontrollieren und die Grannen gleich entfernen. Sind nämlich die Grannen erst in der Pfote verschwunden, ist der Tierarzt oft gezwungen - falls es ihm nicht gelingt, die Granne mit der Fremdkörperzange zu fassen - die Pfote aufzuschneiden und die Granne operativ zu entfernen.

 

Geraten die Grannen ins Auge, ist fast immer eine schmerzhafte Bindehautentzündung die Folge: das Auge schwillt oft völlig zu. Die Tiere reiben sich ständig das Auge und können so eine sekundäre Hornhautentzündung verursachen, wenn der Fremdkörper nicht schnellstens entfernt wird.

An eine Granne im Ohr denken viele Hundebesitzer, deren Tiere öfter mal eine Ohrenentzündung haben, häufig nicht, sondern verschlimmern den Zustand  noch, indem sie mit einem Wattestaebchen das Ohr putzen und so die Granne ungewollt noch tiefer ins Ohr befördern. 

Deshalb bitte nicht mit Wattestäbchen ins Ohr!

 

In seltenen Fällen gelangen die Grannen sogar - wie bei Amy - in die Nase. Dies wurde von uns nur deshalb bemerkt, weil sie ständig und anhaltend niesen musste und 24 Stunden später bei einer solchen Niesattacke Blut mit austrat. Amy hatte Glück im Unglück und die Granne konnte unter Betäubung mit der Fremdkörperzange endoskopisch ent- fernt werden.

 

Ich werde mir allerdings nicht verzeihen, überhaupt 24 Stunden gewartet zu haben.

 

Bei auffälligem Verhalten ist  IMMER  der Tierarzt aufzusuchen!

 

 

 

 

Hundstage 

Eine eventuell nötige Schonung verschaffen sich die Hunde an heißen Tagen selbst, indem sie sich häufiger in den Schatten legen, anstatt herumzutollen, oder beim Spaziergang das Tempo etwas drosseln. Man kann den Hunden die größte Hitze ersparen, indem man sie in den kühleren Morgen- bzw Abend- stunden ausführt. Was sich bei hohen Temperaturen allerdings gründlich ändert, ist der Durst und damit der Flüssigkeitsbedarf. Das über die Zunge zusätzlich abgegebene Wasser muss durch ausreichendes Trinken ersetzt werden. Denn Wasser ist wie bei uns Menschen zur Aufrechterhaltung der Körperkräfte und für einen funktionierenden Stoffwechsel unentbehrlich.

Je nach Aktivität, Fütterungs- und Haltungsbedingungen brauchen Hunde pro Kilogramm Körper- gewicht bis zu 60 ml Wasser. Das erklärt auch den Durst, den Hunde vor allem nach dem Verzehr 
von Trockennahrung haben, die naturgemäß nur wenig Feuchtigkeit enthält.
In diesem Fall sollte nicht nur im Sommer immer eine Schale mit sauberem, frischem Trinkwasser bereitstehen. 
Wird der Hund mit Feuchtfutter ernährt, braucht er normalerweise nur wenig Wasser zusätzlich. Es genügt, wenn man ihm zweimal täglich die Wasserschüssel hinstellt. Bei heißem Wetter und nach einem ausgedehnten Spaziergang muss der Hund aber seinem Durst entsprechend trinken können.

 

 

 

 

Süße Gefahr "SCHOKOLADE"

Für uns Menschen ist sie süße Versuchung und Nervennahrung, für Hunde eine ernsthafte Gesundheitsgefahr: Schokolade, die vorallem in der Vorweihnachts- zeit auf vielen "süßen" Tellern liegt und dann manchen Weihnachtsbaum schmückt, kann für unsere vierbeinigen Hausgenossen tödlich sein.

Im Kakao, Hauptbestandteil der Schokolade, ist ein für Hunde giftiger Stoff enthalten. Dieser Stoff heißt Theobromin. Hunde verfügen nicht über geeignete Enzyme und Stoffwechselwege, um dieses gefährliche Theobromin abzubauen. Es bleibt lange im Hundekörper und wirkt giftig, so dass die Gesundheit gefährdet wird.

Folgende Vergiftungserscheinungen können auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Nervosität, Ruhelosigkeit, Herzrhythmusstörungen und in Extremfällen motorische Kramfanfälle und der darauffolgende Tod.

 

 

 

 

Anschnallpflicht für Hunde?
Muss ein Hund im Auto angeschnallt sein? 
Gibt es für Hunde eine Anschnallpflicht? 

Eine Anschnallpflicht im eigentlichen Sinne gibt es nicht. 
Aber ein Hund muss im Fahrzeug gesichert sein. 

Nach § 23 der Straßenverkehrsordnung ist der Fahrer eines Kfz dazu verpflichtet, dass die Ladung gesichert ist. 
Hunde geltend verkehrsrechtlich als Ladung und müssen entsprechend gesichert sein.
Ein Verstoß wird mit 35 Euro und bei einer Gefährdung mit 50 Euro und 3 Punkten geahndet. 

Für Hunde existieren verschiedene Sicherungsarten: 
Transportbox oder Trenngitter zwischen Fahrraum und Ladebereich sind eine Möglichkeit, um zu verhindern, dass der Hund bei einem Bremsmanöver wie ein Geschoss durch den Fahrzeuginnenraum schießt. 
Eine andere Möglichkeit sind spezielle Sicherheitsgurte für Hunde zum Anschnallen auf der Rückbank.

Wählt man diese Sicherungsform, ist dies letztlich doch eine Art Anschnallpflicht für den geliebten Vierbeiner. 

Stand: 21.01.2005 by 
AutoundVerkehr.de

 

 

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© 2016 Sabine Fischer, Mitglied im KfT/VDH seit 1992